Stress zu Weihnachten: Was man dagegen tun kann

Geschrieben von:

Jedes Jahr wieder lockt uns die Vorweihnachtszeit mit vielen verschiedenen Versuchungen aus unseren vier Wänden heraus: Weihnachtsmarkt, Punsch und Co. lassen grüßen! Gerade in dieser Zeit genießen Paare oft die Zweisamkeit, daher liegt viel Romantik in der Luft. Bei so manch anderen verläuft diese Jahreszeit leider nicht so prickelnd ab: In dieser stressigen Zeit kann die Fassade schnell zerbröckeln. Nun stellt sich die Frage, was Sie machen können, dass die Weihnachtszeit möglichst ohne Stress sowie harmonisch und romantisch verbringen können.

 

Die weihnachtlichen Stressfaktoren

Manchmal kann das alltägliche Leben bereits in Stress ausarten. Arbeit, Kinder, Haushalt und nebenbei noch Sporteinheiten oder andere Freizeitaktivitäten können einem die Zeit stehlen. Hinzu kommen hier die Weihnachtsfeiern der Firma oder des Vereins und die idyllischen Weihnachtsmärkte, die man auch alle besuchen sollte. Dass bei so vielen sozialen Verpflichtungen der Schlaf zu kurz kommen kann, ist verständlich. Zu wenig Schlaf führt leider auch dazu, dass man schnell gereizt ist und ärgerlich reagiert. Wenn der Gesprächspartner ebenfalls nicht gut gelaunt ist, kann aus einem harmlosen Gespräch zu einem Streit aufbauen. Schlimm wird es, wenn die Situation schlussendlich eskaliert und mit Gewalt gedroht oder sogar angegriffen wird.

Neben den Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkten steht der Geschenkekauf auch weit oben auf der Liste der Stressfaktoren. Wenn sich viele Menschen in die Einkaufszentren drängen und alle Geschenke abräumen, kann es schon sehr nervenaufreibend sein. Noch dazu verlängert sich die Wartezeit an der Kassa, kann sich blöde, abwertende Bemerkungen unter Umständen anhören oder wird gerempelt. Wir können uns alle bestimmt besseren Zeitvertreib vorstellen, als den vorweihnachtlichen Geschenkekauf, oder?

Auch die Fragen rund um das Weihnachtsfest können manche Köpfe zum Rauchen bringen und Diskussionen auslösen. Wo wird gefeiert? Wer wird eingeladen? Wer wird besucht? Wird gemeinsam in die Kirche gegangen? All das sind Fragen, über die sich Paare oder Familien vorab einig werden müssen. Großes Konfliktpotential entsteht, wenn die Gesprächspartner andere Vorstellungen eines gemeinsamen Festes haben, sich aber nicht auf eine Variante einigen können. Zusätzlich können die Fragen des alltäglichen Lebens auch noch eine Bürde sein: Sollen wir kochen oder etwas bestellen? Wer geht einkaufen? Wer kümmert sich um den Haushalt und räumt die Wohnung auf?

 

Was Sie gegen Stress tun können

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie durch die Weihnachtsmärkte und -feiern gestresst werden, ist es ratsam, den einen oder anderen Marktbesuch bewusst ausfallen zu lassen. Es empfiehlt sich auch, auf den einen oder anderen Punsch zu verzichten. Wenn man Gefahr läuft, streitsüchtig zu werden, ist es vermutlich besser, ganz auf Glühwein & co zu verzichten.

In Österreich ist Weihnachtsgeschenke kaufen nicht der größte Stressfaktor. Denn viele tendieren dazu, die Geschenke vor der stressigen Weihnachtszeit schon einzukaufen oder auf Onlineshops auszuweichen. So können die Menschenansammlungen in den Einkaufszentren größtenteils vermieden werden.

Sollte es in dem vorweihnachtlichen Trubel dennoch zum Streit, Auseinandersetzungen oder Eskalationen kommen, ist es wichtig, dass Sie nicht davonlaufen. Das löst keine Probleme. In solchen Fällen ist ein geordneter Rückzug eine bessere Lösung. Sagen Sie ihrem Gesprächspartner, dass Ihnen die gesamte Situation zu viel wird und eine Verschnaufpause brauchen, um mit Ihren Emotionen wieder ins Reine zu kommen. Sagen Sie, dass Sie gehen, wohin Sie gehen und wann Sie wieder kommen. Wenn Sie nach Ablauf dieser Zeit noch immer alleine bleiben wollen, informieren Sie die Gegenseite darüber per SMS. Bei einem Anruf ist die Versuchung nämlich größer, wieder in die alten Muster zu Fallen und der Streit kann wieder neu ausbrechen.

 

Frohes Fest miteinander!

Diese Tipps (und hier gibt es noch weitere) sollen Ihnen dabei helfen, die Weihnachtszeit so reibungslos wie nur möglich miteinander zu verbringen. Wichtig ist, dass Sie mit ihren Mitmenschen immer offen und ehrlich reden und stehts respektvoll miteinander umgehen. Nur so können Sie erfahren, was sich die Personen in ihrem Umkreis wirklich wünschen. Neben so manch materiellen Dingen bleibt der Wunsch nach Frieden einer der größten Wünsche. Im diesen Sinn wünschen wir Ihnen ein frohes und erholsames Fest mit Ihren Liebsten!

 


Mein Name ist Robert Karbiner. Seit 1997 arbeite ich als Psychotherapeut und verfüge über viel Erfahrung in der Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Ich bin ausgebildeter Psychotherapeut, Supervisor, Coach, systemischer Familienberater, Lebens- und Sozialberater, Anti-Gewalt-Pädagoge, Trainer und Buchautor

Meine Online Kolumne soll Menschen helfen und Ratschläge zur Selbsthilfe bieten. Dennoch erfolgen die Angaben ohne Gewähr. Wenn Sie sich bei der Bearbeitung eines Problems nicht sicher sind oder unklare Begleitumstände auftreten, sollte umgehend fachlicher Rat eingeholt werden. Für eventuelle Nachteile, die aus praktischen Hinweisen und/oder Übungen resultieren, kann der Autor keine Haftung übernehmen. Jeder Leser muss in Eigenverantwortung entscheiden, ob er beschriebenen Übungen und Anregungen ausprobieren möchte. Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie mich unter 0699 10 322 362 oder r.karbiner@utanet.at.

0